Feldmesspraktikum

Das Feldmesspraktikum wird entweder auf dem weitläufigen und vielseitigen Stiftungsgelände, oder im Rahmen eines Schullandheimaufenthalts außerhalb Loheland durchgeführt.
Im Feldmesspraktikum werden Gelände, Geländeprofile und Bauwerke vermessen, berechnet und zeichnerisch in Pläne übertragen.
Anhand einer Praktischen Umsetzung werden mathematische Inhalte in einen erlebbaren Bezug gebracht.
Feldmesspraktikum der zehnten Klassen im Schlosspark Fasanerie
Ein ungewohntes Bild brachten 36 Waldorfschüler in den Park des Schlosses Adolphseck. Schüler der beiden zehnten Klassen der Freien Waldorfschule Loheland veranstalteten hier ihr diesjähriges Feldmesspraktikum.

Das Feldmesspraktikum ist eine Besonderheit der Waldorfschulen. Mit Hilfe von mehreren Verfahren und Messinstrumenten soll hier ein möglichst genaues Abbild eines Landstückes geschaffen werden. Das Ergebnis ist dabei in einem erheblichen Maße von der Genauigkeit und der Sorgfalt des einzelnen Schülers abhängig. Gerade in der zehnten Klasse ist es notwendig, dass sich der junge Mensch mit der realen Welt auseinander setzt. Die Endkarte zeigt auf jeden Fall ein objektives Bild seiner Bemühungen. Thematisch ist das Feldmesspraktikum in den Mathematikunterricht der zehnten Klasse eingebettet. Hier werden die Strahlensätze und die Trigonometrie praktisch angewandt.
Die einzelnen Messverfahren,
- wie der Kompasszug,
- der Polygonzug oder
- das Messtischverfahren
sind in den vergangenen Jahrhunderten entwickelt worden. Modernste Instrumente wurden von den Experten des Amtes für Bodenmanagement in Fulda vorgeführt. Mit Hilfe von GPS- und optischen Entfernungsmessgeräten können hier absolute Koordinaten und Entfernungen im Millimeterbereich gemessen werden. Herzlichen Dank für die eindrucksvolle Vorführung.
Ich denke, dass der Funke übergesprungen ist, und das Feldmessen den meisten viel Freude gemacht hat. Ein herzliches Dankschön möchte ich hier der Schlossverwaltung aussprechen, die uns vertrauensvoll diesen schönen Praktikumsort zur Verfügung gestellt hat. Genauso möchte ich mich hier bei der Lebensgemeinschaft Sassen-Richthof bedanken, die uns mit ihrem Bus unterstützt hat.
Werner Martin
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